Gedanken zu Franz von Assisi
Lannach war einst ein kleiner ruhiger Ort mit viel Wald und Feldern. Es gab da einen Schlossbesitzer, Herrn ÖkR Franz Kandler; er wusste mit den großen Besitzungen viele Arbeitsplätze für Menschen zu schaffen. Da gab es im östliches Teil Lannachs ein großes Gebiet mit hochwertigen Lehm-Tonanteil, da war eine große Ziegelfabrik, somit auch viele Arbeitsmöglichkeiten in der Region für lange Zeit. Im Schloss von Lannach waren die weit bekannten Heilmittelwerke, eine Arzneimittelerzeugung, einhergehend mit Berufen für Forschung und Wissenschaft. Die riesengroßen Stallungen und sonstigen Gebäude wurden aus eigenen Lannacher Ziegeln gebaut.
Bei ÖkR Franz Kandler wurde der Wunsch immer größer eine Kirche im eigenen Ort zu bekommen. So wurde aus einem alten Pferdestall eine liebliche Kirche. Mit vielen guten Ideen, Liebe und Hilfsmitteln wurde aus dem Stall ein Haus des Gebets und der Eucharistie. Diese Kirche erlebte viele Feiern der Freude, der Gebete, des Bittens und des Dankens. Im Jahr 1948 wurde diese Kirche vom Bischof dem heiligen Franz von Assisi geweiht. Feuchtigkeit und Schimmel setzten der Kirche arg zu. Lannach wuchs, wurde viel größer, wurde zum Markt erhoben. Es enstand der dringende Wunsch eine neue große Kirche zu bauen. Mehrere Architekten stellten Modelle von Kirchen zur Schau, wir konnten begutachten und dann den Kirchenneubau wählen. Viel Initiative, Courage, Arbeit, Fleiß, Können, Wissen und Willenskraft ließen den Neubau entstehen. Am 4. Oktober 1987 konnte die neuerbaute Kirche auch eingeweiht werden. Einfach, demütig, naturliebend, gottergeben sollten auch wir werden und sein.
Das neuerbaute Gotteshaus und das Pfarrhaus stehen auch auf Kandlergründen. Aus dem Glockenturm rufen drei Glocken, hoffentlich nicht vergebens!
Die Ave-Maria-Glocke läutet drei Mal täglich um Frieden des Lebens. Eine Glocke ist dem Hl. St. Florian zur Bitte um Schutz vor Feuer und Flut geweiht. Die größte Glocke ruft ins Herz und Gemüt, dass jede Seele so wie Franz von Assisi für Gottes Liebe aufblüht.
Die Königin Orgel bekam im Jahr 2000 in unserem Gotteshaus ihre Heimat. Auf dem Altarbildkreuz ist der Lebenslauf des heiligen Franz von Assisi dargestellt. Der Tabernakel ist für Brot und Wein in Gold gehalten. Altar, Ambo, Kerzen, Blumen, Bilder, Stühle und Bänke, alles wartet auf die Menschen. Auch die himmlische Mutter Maria will mit uns Andacht halten. In der schlichtgehaltenen Wochentagskapelle befinden sich das Taufbecken, der Altar, das Christi Geburtsbildnis im Stall, das Altarbild aus der ersten alten Kirche. Von dort sind auch die Kreuzwegbilder für den großen neuen Kirchenraum. Bänke und Stühle sind stets einladend. Die Sakristei und der Beichtstuhl sind für alle Bedürfnisse und Aufgaben bereit. Das Kirchengebäude im Untergeschoß dient den verschiedensten Anlässen im Kirchenjahr. Die Kirchenaußenmauer trägt zu jeder Jahreszeit ein neues hübsches schönes Kleid. Schon färben sich die Blätter dieser Wände, doch die Farbenpracht und Schönheit nehmen kein Ende.
Da nisten ja die Vögel im Geäst, die zwitschern und singen ein Lied das der gute Gott Vater und der heilige Franziskus voll Freude hören und sehen. Die Glocke aus dem Kirchleinsturm läutet zur letzten Ruh, wenn der Menschen Müh und Erdengang vorbei ist, läutet sie dem Grabe zu. Wir wollen diesen Menschen für Ihre Liebe, Sorge und Mühe danken und für sie um Frieden, Freude und Ruhe bitten.
Elisabeth Neßhold